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Wissen ist Macht, zu viel Wissen ist Ohnmacht!

Me, Myself and Media 45
05.09.2018 von KenFM

Wer die Bilder der Chaostage von Chemnitz unter der Begrifflichkeit „Rechtsruck“ abzuheften gedenkt, macht es sich zu leicht und begeht einen schweren Fehler.

Die offizielle Ursache, ein Mord an einem Deutschen mit kubanischen Wurzeln durch zwei Täter aus dem Irak und Syrien, passt nicht zu den vollkommen überzogenen Ausschreitungen.

Das Bundesland Sachsen, und damit Chemnitz, erlebt aktuell einen historischen Tiefstand, was die Zahl der Arbeitslosen angeht. Auch der sogenannte Ausländeranteil ist mit 4,4 % in diesem Bundesland eher gering.

Wie ist die Überreaktion auf den Mord an Daniel Hillig also zu erklären? Wer in den zahlreichen Massen- und Sozialen Medien dazu nach Antworten sucht, der wird enttäuscht. Dabei ist gerade die unüberschaubare Anzahl der Medien, und damit der Meinungen zu diesem Thema, Auslöser der Krawalle von Chemnitz.

Die Menschen in Chemnitz sind aber eben nicht nur dort extrem verunsichert. Was von dem, was ihnen in ihren jeweiligen Medienblasen präsentiert wird, entspricht der Wahrheit?

Zu beinahe jedem Ereignis gibt es heute binnen Minuten Informationen, die sich vollkommen widersprechen. Mit der Informationsflut ist aber auch die Kommunikationsdichte explodiert. Die meisten von uns sind Medienjunkies. Süchtig nach News, lebt heute jeder in seiner eigenen Wahrheitsblase. Diese digitale Einzelhaft führt den Einzelnen unterschwellig in die Paranoia und löst in der Gruppe Wut und Hysterie aus.

Die Nebenwirkungen für eine Gesellschaft, die Tag und Nacht vor dem Smartphone klebt, kann man aktuell in Chemnitz beobachten. Dieser Ausnahmezustand wird nicht der letzte sein, den wir erleben.

Es wird höchste Zeit, dass wir unser mediales Konsumverhalten auf seine fatalen Nebenwirkungen untersuchen. Eine Gesellschaft, deren Individuen sich immer häufiger über den Selfi-Stick definieren, eine Gesellschaft, bei der der Einzelne immer mehr über die letzten 48 Stunden und nahezu nichts über die letzten 150 Jahre weiß, atomisiert sich, da eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Vision, ein Zusammenhörigkeitsgefühl als notweniger gesellschaftlicher Kit abhandenkommt.

Chemnitz war nur ein kleiner Silvesterkracher im Vergleich zu dem, was uns bald in ganz Europa droht, wenn wir nicht erkennen, dass Medien mehr sind, als privates Entertainment. Wenn klassischen Medien die Glaubwürdigkeit abhandenkommt, zerfällt der Staat.


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